Willhardt & Wosnitzka | Œffentlichkeitsarbeit (www.alt0140.de)

Von der Zielgruppe zur Bezugsgruppe

Vertrauen

nsere Ausrichtung bei der zukünftigen Akquisition wird unseren bisherigen Erfahrungen in vielfacher Hinsicht Rechnung tragen. Einmal sind wir davon überzeugt, dass das Zusammenfinden zwischen unseren Dienstleistungen und möglichen Auftraggebern weit stärker von der Frage der persönlichen Beziehung und Begegnung abhängig sind, als von der spezifischen Branchenkompetenz. Um sich zu verstehen bedarf es großer mentaler Nähe. Dies wird unser Vorgehen auch in Zukunft leiten, weniger branchenorientiert als vielmehr beziehungsorientiert zu kommunizieren.

Markt ist keinesfalls allein eine Frage von Angebot und Nachfrage – sie ist vielmehr eine Frage von der Beziehung des Anbieters zum Nachfrager. Besonders wenn es um qualifizierte Dienstleistungen geht. Nach wie vor ist das Vertrauen des Patienten zu seinem Arzt wichtiger als die technische Ausstattung der Praxis. Und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit einem Anwalt korreliert nicht unbedingt mit der Menge seiner gewonnenen Prozesse.


Netzwerke

 Allianz 2003-2006
Chart unserer strategischen Allianz mit Kollegen aus unterschiedlichen Branchen 2003-2006

Altbekannte Plattformen wie „Lions Club“ oder Rotarier machen keinen Hehl daraus, dass aus Anlass von wohltätigem, gesellschaftlich nötigen Engagement das Knüpfen von persönlichen (Geschäfts-) Kontakten auch die Motivation des sich Einbringens ist. Auch die Geschichte der Kunstvereine geht auf hanseatische Händler und Geschäftsleute zurück, die sich regelmäßig trafen, um sich gegenseitig ihre künstlerischen Neuerwerbungen vorzustellen - und um bei der Gelegenheit Gespräche auch über den Rest der Welt zu führen.

Der Pädagoge weiß, fundamentale und tragfähige menschliche Beziehungen bilden sich in der Phase von Kindheit und Adoleszenz, in Schule, Ausbildung und Studium. Und die in dieser Zeit aufgebauten Beziehungen sind nicht selten der Nährboden, für die gesellschaftlichen Aktivitäten oder für eine Rekrutierungspolitik der Mitarbeit und Teilhabe. Der Historiker wird bestätigen, das gesellschaftliche Leben in Stadt und Land organisierte sich in Gilden und Bruderschaften, und diese tun ihrer Umwelt Gutes und damit auch sich selbst.

Für die menschliche Existenz und zum Gedeih des Mittelstandes sind konkrete Ansprechpartner nötig - oft dauert es Jahre, bis ein Gegenüber „lächelt“, bis man sich geschäftlich angenähert hat. Gleichzeitig scheinen die Netzwerke flüchtiger denn je zu sein, Zusammenschlüsse sind oft kurzfristig und es mangelt häufig an Stabilität in den sozialen Gefügen. Zweifels ohne sind dies auch die Auswirkungen der legendären Individualisierung seit den 50er Jahren bis heute, die viele Nischen erst hat entdecken lassen, weil individuelle Kreativität „befreit“ wurde. Auch stehen mit Emanzipation und Bildung der Frauen dem Arbeitsmarkt damit ein aktives Angebot zur Ausbeutung zur Verfügung. Die Auflösung von sozialen– und Familienstrukturen (und ihre Ablösung durch den Wohlfahrtsstaat) haben die Voraussetzungen zur individuellen Mobilität potenziert.

Nun zeigt diese Umstrukturierung neben allen Errungenschaften für die westliche Industrie auch Mängel auf. Der Schub an kreativem Wissen in den verästelten Nischen muss nun wieder „strukturiert“ gesammelt werden, soll der Gewinn nicht als Strohfeuer leuchtend verglühen.